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Salz

Klasse Katharina Fritsch
Kunstakademie Düsseldorf

01. Juli - 31. August 2017
Vernissage am 30. Juni um 18 Uhr

Teilnehmende Künstler: Anna Lena Anton, Sven Raik Bernick, Jonas Blum, Nina Buchheim, Kai Cui, Hakan Eren, Yutao Gao, Klara Kayser, Mingu Kim, Sean Mullan, Johanna Mußenbrock, Conrad Müller, Denise Werth

 

Auch in diesem Sommer präsentiert die Evelyn Drewes Galerie wieder Werke junger Künstler. Bereits die Ausstellungen mit der Klasse Ayse Erkmen (Kunstakademie Münster), der Klasse Ottmar Hörl (Akademie der Bildenden Künste Nürnberg) und der Klasse Stephan Balkenhol (Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) waren ein voller Erfolg. Die 14 Studenten der Bildhauerklasse Katharina Fritsch von der Kunstakademie Düsseldorf setzen nun mit der eigenständig kuratierten Sommerausstellung diese Tradition fort.  

Für den Zeitraum von 2 Monaten stellt die Galerie ihre gesamten Räumlichkeiten in Hamburgs Kontorhausviertel zur Verfügung, um den jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu bieten, ihre kreativen Ideen unabhängig und losgelöst vom gewohnten Akademiekontext zu präsentieren.

Katharina Fritsch ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen Deutschlands und studierte selbst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin des Malers und Zeichners Prof. Fritz Schwegler. Bald wandte sie sich jedoch von der Malerei ab und erlangte seit den 1980er Jahren vor allem mit ihren Objekten und Installationen internationale Anerkennung. 1995 vertrat sie Deutschland bei der Biennale in Venedig und 2001 war sie an einer Ausstellung in der Tate Gallery, London beteiligt. Seit 2010 hat Katharina Fritsch eine Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne. In ihren Werken beschäftigt sie sich insbesondere mit den Klischees der Alltagswelt in der Gegenwart und Mythen.

Trotz ihrer Ausrichtung auf Bildhauerei bietet die Klasse ein breites Spektrum an künstlerischen Darstellungsformen aus der Fotografie, diversen Druckverfahren, Collagen, Installationen, Skulptur, Malerei und Objekten. Was die diversen künstlerischen Ansätze eint, ist schwer zu benennen, lässt sich jedoch anhand des Titels „Salz“ näher erläutern.

„Salz“ birgt unterschiedlichste Assoziationen: Das Salz in der Meeresluft einer Hafenstadt, Salz als Würze und gleichzeitig lebensnotwendiges Mineral, das Salz in der Suppe und das Salz in der Wunde. Das Salz auf dem Frühstücksei. Alltägliches, Genuss und Notwendigkeit treffen in diesem Begriff aufeinander und bieten somit ein breites Spektrum an künstlerischen Entfaltungs- und Interpretationsmöglichkeiten. Jeder der Künstler bedient sich in seiner Arbeitsweise aus einem unterschiedlichen Potpourri an Gewürzen. Jeder salzt, aber jeder salzt anders. Nichtsdestotrotz gibt es ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame Basis von der aus sich die künstlerischen Positionen entwickeln: Eine Prise.