Und die Welt war in OrdnungUnd die Welt war in Ordnung
Previous Next

Melanie Siegel

"Und die Welt war in Ordnung"


Vernissage am 05. April, 18 - 21 Uhr
Ausstellungsdauer: 06. April - 07. Juni 2019

Meine Arbeiten zeigen den in fokussierten Ausschnitten inszenierten Blick auf zwei aufeinander treffende Bildwelten: zum einen die Ordnung architektonischer und geometrischer Bildstrukturen, zum anderen die wuchernde Vegetation und ursprüngliche Welt der Pflanzen. Die Bilder weisen die domestizierenden Eingriffe des Menschen in der Landschaft und die Rückformung urbaner Gefüge durch die Natur auf. Es geht um die Schwellenbereiche des Landschaftsraums mit ihren Ein-, Aus- und Abgrenzungen und somit um die kulturellen und sozialen Einschreibungen, die den Naturraum durch die Komplexität menschlichen Schaffens und Seins zu einer gestalteten und eroberten Kulturlandschaft machen.

Gesehenes bildet stets den Ausgangspunkt meiner Arbeit und die Sujets sind nicht selten Fundstücke aus meiner nächsten Umgebung. Google Maps erlaubt mir, mithilfe der umgekehrten Perspektive diese vertrauten Gegenden neu zu erforschen. Im Malprozess wird das Entdeckte durch Assoziiertes erweitert, verfremdet und neu definiert. Ziel dieser Zwiesprache ist es, nicht die tatsächliche Situation nachzuahmen, sondern im Pendeln zwischen Abbild und persönlicher Imagination, das Wesen der Dinge herauszuarbeiten, um so dem eigentlichen, für mich wichtigen Bildmoment näher zu kommen.

Melanie Siegel